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Leben oder so ähnlich (Life or Something Like it)

Start Termine:

US Kinos: 26. April 2002
Deutsche Kinos: 10. April 2003

Story (offiziell):

Moderatorin Lanie Kerrigan (Angelina Jolie) ist das Zugpferd der Nachrichten beim lokalen Sender KQMO 4, ihre Sendung "That's Seattle Life" der Quotenrenner. Und die platinblonde Karrierefrau setzt alles daran, einmal so berühmt zu werden wie ihr großes Vorbild: TV-Ikone Deborah Connors (Stockard Channing). Bis es so weit ist, pflegt Lanie ihre prestigeträchtige Beziehung zu Baseballprofi Cal (Christian Kane), stählt ihren Körper und hält strikte Diät. Lanies Einsatz wird schon bald belohnt. Ihr Boss eröffnet ihr, dass sie befördert wird. Zur Vorbereitung soll sie ausgerechnet mit ihrem Intimfeind, Kameramann Pete (Edward Burns), auf Reportagetour gehen. Bei der Vorberichterstattung über das Spiel des örtlichen Footballteams treffen die beiden den obdachlosen Hellseher Prophet Jack (Tony Shalhoub). Jack verkündet nicht nur das korrekte Spielergebnis vorab, sondern klärt Lanie auch über ihren bevorstehenden Tod auf: Der soll exakt am nächsten Donnerstag eintreten. Lanie will die Schreckensbotschaft zunächst nicht glauben. Doch dann beginnt ihre glatte Fassade zu bröckeln, sie denkt über ihr oberflächliches Leben nach, das womöglich bald endet. Konsequent beendet sie die Beziehung zu Cal und fühlt sich zu Pete hingezogen, der seine erfolgreiche Karriere zugunsten seines kleinen Sohnes freiwillig aufgegeben hatte. Als plötzlich eine noch größere berufliche Chance winkt, fällt Lanie jedoch in alte Verhaltensmuster. Sie lässt Pete sitzen, fährt nach New York und führt ein Interview, das den Startschuss für ihren Aufstieg zum US-Medienstar gibt. Doch noch während des Interviews wird Lanie klar, dass die große Medienkarriere nicht die Erfüllung ihres Lebens sein kann. Sie kündigt und will nach Seattle zurückkehren, als vor ihren Augen die missglückte Festnahme eines Dealers in einer Schießerei endet. Ein Querschläger trifft Lanie und sie bricht schwer verletzt zusammen...

Besetzung

Angelina Jolie .... Lanie Kerrigan
Edward Burns .... Pete (als Ed Burns)
Tony Shalhoub .... Prophet Jack
Christian Kane .... Cal Cooper
James Gammon .... Pat, Lanies Vater

Bilder:

       


Kritik oder so ähnlich (von janjan)

Jana zwingt mich also, eine Kritik zu diesem Film zu schreiben. Zwingen ist vielleicht das falsche Wort, aber es ist nicht ganz einfach. Denn einerseits ist die Handlung eher mittelmäßig, weil schon oft in irgendeiner Weise verfilmt: Verwöhntem Mädchen wird von einem Penner der plötzliche Tod prophezeit und daraufhin zeigt sie ihr wahres Ich und ändert sich zum Besseren. Andererseits ist die schauspielerische Leistung von Angelina Jolie jedoch erstklassig. Sie bringt die wasserstoffblonde Reporterin, skrupellos und karrieregeil, wirklich gut rüber. Und die plötzliche Wandlung zum guten Mädchen, das ihre Highschool-Jahrbücher herum zeigt und laute Rockmusik hört, sich von ihrem Freund, einem oberflächlichen Baseballspieler, trennt, sich daraufhin hemmungslos betrinkt und in diesem Zustand eine Lifereportage über einen Busfahrerstreik macht ("I can get no satisfaction!") ist beinahe glaubhaft. Und dann verliebt sich unsere Heldin auch noch in diesen "ekeligen" Kameramann, der sich als eigentlich recht liebenswürdig herausstellt. Schließlich wird die Prophezeiung wahr, denn der "schlechte" Teil von ihr "stirbt", während der "gute" ein neues Leben beginnen kann.

Wie gesagt, als Schauspielerin ist Angelina wirklich Klasse. Habe selten jemand gesehen, der diese Rolle so glaubhaft rüberbringt. Selten jemanden gesehen, der so gut so schlecht schauspielern kann. ;-) Aber im Ernst: Für einen Fan von Angelina ist dieser Film wahrscheinlich ein Muss, auch wenn ich sie in "Girl, Interrupted" ("Durchgeknallt") auf jeden Fall noch besser fand. Vom Plot her: Eher leichte Unterhaltung.

Wenn man dieses Genre mag, das mit einem hübschen Happy End endet, und zugleich die Art mag, wie Angelina ihre Rollen spielt, der ist mit diesem Film gut beraten. Alle anderen sollten lieber zu ihren "besseren" Filmen greifen, z.B. "Girl, Interrupted" (für die, die Filme mit psychologischem Hintergrund mögen), "Gone in Sixty Seconds" (wer lieber Action hat) oder "The Bone Collector" (wer es gerne spannend mag).
von janjan


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