Kritik
Janas Kritik
Nun saß ich da im Kino und hatte genauso hohe Erwartungen, wie beim ersten Teil, aber diesmal hat der Film wesentlich besser meinen Erwartungen entsprochen. Man hat darauf verzichtet, näher auf Lara's Familiengeschichte einzugehen, und das war gut so.Trotzdem bekommen wir aber wieder Lara's Anwesen und sehen und treffen auch den Butler Hilary und das Computergenie Bryce. Diese Charakter werden nicht wirklich erklärt und mögen für Neueinsteier ein wenig unbekannt bleiben.
Was mir direkt positiv aufgefallen ist, das Angelina ein wenig an ihrer britischen Aussprache geübt hat. Im Gegensatz zum ersten Film hat sie diesmal überzeugt.
Es geht auch sofort mit der richtigen Story los, wodurch der Film wesentlich flüssiger wirkt. Ansonsten hat die Story auch keine Lücken aufzuweisen und scheint recht gut durchdacht. Es ist eine gute Mischung aus James Bond (mit einem Bösewicht, der Waffenhändler ist und eine neue Weltordnung möchte) und Indiana Jones (Tempel von Alexander dem Großen, Büchse der Pandora).
Die Fieslinge sollte man auch etwas hervorheben, da sie wesentlich besser waren, als im ersten Teil. Der Boss der Illuminati hatte ja nicht wirklich viel zu tun, außer dumm rum zu labern und zu sterben. Powell hingegen war schon eher ein Fiesling, wie er im Buche steht, aber sein Gehilfe war meiner Meinung nach eine Lachnummer.
Hier hat man auf einen unnützen Boss, der nichts tut, verzichtet und den Fiesen direkt an die Spitze gesetzt. Sein Gehilfe (der sehr gut von Til Schweiger gespielt wurde) war auch von einer anderen Sorte und wirkte viel bedrohlicher und auch sonstige angeheuerte Typen waren glaubwürdiger.
Etwas negatives an diesem Film will mir nicht direkt auf Anhieb einfallen. Einzig die Outfits inclusive Frisur haben mir nicht immer gefallen. Wobei die Outfits sicherlich noch der Umgebung angemessen waren. Offene Haare der Länge hingegen sind sicher nicht dazu geeignet abenteuerliche Sachen zu machen, wenn man nicht gerade den Hairstylisten dabei hat.
Cobras Kritik
Ich hatte mich wieder auf einen schlechten Film eingestellt, wurde aber überrascht. Nach dem Erdbeben kam Lara ins Bild und zwar nicht als Wurst! Ein schöner Bikini, ein paar Stunts auf dem Wasser…das fängt doch ganz gut an.Auch die historischen Fakten wirken untermauert und einfallsreich.
Nach meinem Freudentaumel steckt man Jolie doch wieder in so einen wurstigen Anzug. (Wäre auch zu schön gewesen.)
Es folgen schöne Tauchszenen und ein Tempel unter Wasser. Hierbei wird Lara von zwei lustigen Typen begleitet.
Es folgt schöne Akrobatik und Action, während der Tempel einstürzt und wir Bekanntschaft mit den anscheinend neuen Feinden machen. Diese nehmen Lara eine Kugel weg, die sie auf diesem Trip gesucht hat.
Doch nun muss ich auch wieder meckern: Selbst eine Lara Croft kann einem Hai nicht unter Wasser eins auf die Nase geben.
Nun zu den Bösen: In einem Flugzeug lernen wir Jonathan Rice kennen, der in der Einführung sehr kalt und berechnend rüberkommt. Ein guter Bösewicht. Auch einen seiner Gehilfen lernen wir kennen, der von Til Schweiger gespielt wird und er macht seine Sache gut. (Auch wenn man sich hier anscheinend dem Klischee bedient hat, dass Deutsche die Bösen gut verkörpern können.)
Zurück in England ist Lara sauer, dass ihr jemand die Kugel genommen hat, die eigentlich sie besitzen wollte. Die Szene, in der Lara einen Stab wirft und genau ein Buch über griechische Geschichte trifft, ist ein sehr guter Einfall.
Danach reitet Lara (im Damensitz!) durch einen Parcours und schießt dabei ein paar Ziele ab. Es geht doch! Es scheint als hätte jemand wirklich erkannt, dass Lara bei all ihren Abenteuern auch eine wohlerzogene Lady ist.
Nachdem Lara vom britischen Geheimdienst Besuch bekommt, wird die Historie weiter vertieft und wirkt weiterhin sehr fundiert.
Begleitet werden will Lara von einem gewissen Terry, der in einem Gefängnis sitzt. (Es scheint als wäre er einmal mit Lara ein Paar gewesen.) Dieser Terry scheint ein draufgängerischer Typ zu sein, dem nicht wirklich zu trauen ist.
Es geht nach China (die Idee mit diesen ultraschnellen Flugzeugen ist sehr gut!), wo wir in den Genuss vieler Landschaftsaufnahmen kommen. Auch sehr schön ist es wie die beiden an der chinesischen Mauer mit ihren Motorrädern vorbeirasen.
Als die beiden von den Bösen gefangen genommen werden, kommt es zu weiteren guten Action-Szenen und schließlich landen wir in Shanghai, wo weitere schöne Action folgt. Weitergehen soll es in Hongkong.
Auch Hongkong ist sehenswert, das einzig schlechte darin ist wie zu Lara Jonathan Rice sagt "Verpissen Sie sich". (Erziehung!)
Sehr einfallsreich waren auch die Fluganzüge, mit denen es auf ein Schiff geht. Hier folgt eine Liebesszene mit Terry (Jolie keine Wurst!), die den Film erwachsener wirken lässt.
Lara schickt Terry fort und macht sich auf zum Kilimandscharo, wieder mit schöner Landschaft. Kurz wirkt alles in Ordnung, als die Bösen hereinplatzen und mal wieder alles kaputt machen müssen. Lara muss Rice zur Wiege des Lebens führen, denn er hat Hillary und Bryce als Geiseln. In einer dunklen Höhle kommt es zum Kampf mit sogenannten Schattenwächtern, die mir auch sehr gut gefallen haben.
Beim spannenden Finale muss Rice, nach einem Kampf mit Lara, in dem Terry wiederauftaucht, der zuvor Hilary und Bryce gerettet hat, den Löffel abgeben. Einzig störend hierbei sind die dauernden Blitze, die irgendwann aufs Auge gehen.
Nun wird es dramatisch, denn Lara ist dazu gezwungen Terry zu erschießen, der sonst die Büchse der Pandora mit sich genommen hätte.
Gefallen hat mir auch die Szene, in der Lara schließlich die Büchse öffnen will, sie jedoch wieder schließt, denn, ich zitiere: "Es gibt Dinge, die sollen nicht gefunden werden."
Zum Ausklang folgt ein letzter Witz, in dem Hillary und Bryce unwissentlich heiraten und schließlich fahren alle zusammen im Jeep davon.
Fazit:
Der zweite Film ist wesentlich besser geworden als der erste. Es wurde uns erspart in Laras Vergangenheit herumzuwühlen und trotzdem hatte das ganze durch Terry eine persönliche Note. Wie schon gesagt ist auch die Geschichte des Artefakts diesmal wesentlich besser. Auch wurde diesmal die Liebesgeschichte um Längen besser umgesetzt als im ersten Teil mit Alex West. Wieder war die Action sehr gut.Laras Charakter wurde nicht so eingebildet und viel eleganter dargestellt (bis auf ein paar wenige Ausnahmen).
Die Charaktere wirkten alle viel authentischer und waren gut gespielt.
Unschön war der kleidertechnische Wurst-Stil, der wieder überflüssig war, jedoch gibt es tatsächlich zwei Ausnahmen.
Leider war auch diesmal die Augenfarbe nicht braun. Wo ist eigentlich Laras Flechtezopf geblieben?
Alles in allem war der Film in vielen Punkten wesentlich besser und ist somit ein Film, den man sich immer wieder mal anschauen kann, ohne sich über gravierende Fehler aufzuregen.
Noten:
schauspielerische Leistungen: 2
Spezialeffekte: 3
Story: 2
Gesamt: 2-

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